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25. Dezember 2005
10:11
  Wenn der Koch ins Haus kommt
Immer mehr ÖsterreicherInnen setzen besonders bei Festtagsmenüs auf professionelle kulinarische Hilfe Trennlinie

Foto: Der Standard

Infos und Kontakte:

www.rentacook.at

 

 

Wien - Der Truthahn ist trotz stundenlangen Bratens nicht gut durch, der Karpfen in der Pfanne völlig verbrannt und der Erdäpfelsalat matschig: Der alljährliche Kampf in der Küche am Weihnachtsabend artet regelmäßig in Katastrophen in den heimischen Haushalten aus. Während die Amerikaner für Festtage bereits eine eigene Help-Koch-Line eingerichtet haben, setzen die Österreicher auf "Laissez-faire": Nicht nur, dass sich viele Speisen liefern lassen, es kommt auch immer mehr in Mode, die Köstlichkeiten von einem angemieteten Koch zubereiten zu lassen.

"Rent a cook"


Ein solches Service bietet seit fünf Jahren der in Salzburg ansässige gebürtige Schweizer Manuel Wagner mit "Rent a cook" - laut eigenen Angaben "der Spezialist für Feste ab zwei Personen". Bevor Wagner selbstständig wurde, richtete er u.a. als Chef de Partie im Osloer Hotel Continental Empfänge für das norwegische Königshaus aus. Jetzt kann er österreichweit als Mietkoch gebucht werden. Ob Dinner for two, Aperitifs, Empfänge, Geburtstage oder andere Familienfeste und Partys, Wagner richtet sich ganz nach den kulinarischen Vorlieben der Gäste. Der ehemalige Sous-Chef im Hotel Crowne Plaza Pitter in Salzburg zaubert nicht nur die Speisen, er bedient auch die Gäste, verwendet aber sein eigenes Geschirr. Und der Genuss hält bis zum Schluss an: Der Koch verlässt die Küche so, wie er sie betreten hat.
Kosten: Je nach Entfernung variiert der Preis: Für die Anreise nach Wien etwa verlangt der Profi 250 Euro. Dazu kommen für ein Drei-Gänge-Menu für vier Personen rund 40 Euro pro Kopf. Verrechnet wird auch die Zeit, die der Gourmet in der Küche verbringt: rund 30 Euro pro Stunde. Bei "Rent a cook" muss man auf den kulinarischen Genuss auch im Urlaub nicht verzichten: Der Profi bekocht seine Kunden selbst im Feriendomizil.

(APA)